Klares Signal: Neunkirchen hat sich für die Ortsnahe Umgehung entschieden
Bekräftigt durch den klaren Bürgerentscheid vom 11. Januar 2026 (link) schreitet die Planung der Westumgehung vorn. Das Staatliche Bauamt hat mit einem umfassenden Informationspaket – bestehend aus Gutachten, Planentwürfen und Verkehrsdaten – die Planung öffentlich präsentiert. Ein Ausbau der Friedhofstraße, vorbei an der Grundschule (Friedhofstraße, Erleinhoferstraße, Henkersteg). schneidet im objektiven Vergleich als schlechteste Option aus..
Die Westumgehung soll die Staatsstraße 2243 künftig westlich an Neunkirchen vorbeiführen und den Ort vom Durchgangsverkehr entlasten. Das Projekt befindet sich mit Priorität in der Planung. Das Staatliche Bauamt Bamberg hat die sogenannte ortsnahe Trasse im objektiven Vergleich (u.a. gegenüber einem innerörtlichen Ausbau) als Vorzugsvariante definiert und arbeitet an den weiteren Planungsschritten.
Wir begleiten die weitere Entwicklung aufmerksam und setzen uns dafür ein, dass die Entlastung des Ortes mit einem guten Schutz für Anwohner, Natur und Naherholungsgebiete verbunden wird. Der politische Wille zur zeitnahen Realisierung ist eindeutig und wurde durch den klaren Bürgerentscheid vom 11. Januar 2026 nachdrücklich bekräftigt. Michael Hofmann (MdL) zum politischen Willen und der Finanzierung durch den Freistaat Baxern.
Westumgehung: Aktueller Planungsstand

Abschnitte im Zoom von Nord nach Süd
NÖrdlicher abschnitt
Nördlich von Neunkirchen befindet sich heute ein kleiner Parkplatz, etwa 200 Meter vor der Ortseinfahrt. Hier ist künftig ein Kreisverkehr geplant, der für eine sichere und flüssige Verkehrsführung sorgt. Die neue Umgehungsstraße wird anschließend so ins Gelände verlegt, dass sie vom rund 150 bis 200 Meter entfernten Wohngebiet aus kaum sichtbar ist. (braune Scharffierung im Plan = tiefer zu Gelände)
Auf Höhe des Lohrs entsteht ein Einschnitt mit einer Brücke, die den sicheren Zugang zum Naherholungsgebiet gewährleistet. Durch die Geländeanpassung entsteht zugleich ein natürlicher und wirkungsvoller Lärmschutz.
Nord-Westlicher Abschnitt
Nach dem Lohr verläuft die Straße geländenahe weiter. Um die Höhenunterschiede auszugleichen und eine sichere Rad- und Fußwegunterführung zu schaffen, wird die Straße südlich etwas angehoben. Der Waldweg nach Ebersbach bleibt durch eine Unterführung nutzbar (siehe gelbe Markierung)
Die ermittelten Lärmbelastung für die angrenzenden Anwohner liegt laut Gutachten bei unter 50 Dezibel, was „zumutbar ist“ – das ist ungefähr Zimmerlautstärke.
Wir setzen und trotzdem für einen Erdwall als Lärm- und Sichtschutz für die Anwohner stark!
Hinweis: Sollten nach Realisierung ohne solch einen Wall höhere Werte festgestellt werden, muss der Freistaat für Lärmschutz sorgen. Als Beispiel: Am Galgenanger ist deshalb die Erhöhung des Erdwalls in Diskussion.
Anschluss Rosenbach und Ebersbach
Im westlichen Abschnitt entsteht ein Kreisverkehr, der Rosenbach und Ebersbach direkt an das Straßennetz anbindet. Er sorgt nicht nur für mehr Verkehrssicherheit, sondern wirkt auch beruhigend auf den Verkehr – Fahrzeuge müssen hier langsam fahren, um den Kreis zu durchqueren. Durch die insgesamt drei geplanten Kreisverkehre wird die Strecke zudem weniger attraktiv für den LKW-Durchgangsverkehr.
Für den Rad- und Fußverkehr wird auf Höhe des Erleinhofs eine sichere Unterführung vorgesehen. So bleibt der Zugang zum Naherholungsgebiet erhalten. In diesem Bereich verläuft die Straße aufgrund der Unterführung und des Hochwasserschutzes leicht erhöht. Zum Vergleich: An der Südumgehung ist dies ähnlich hoch (siehe Bild) – dort ist die Straße durch die Bepflanzung kaum sichtbar.
Südlicher abschnitt
Im südlichen Abschnitt entsteht ein Kreisverkehr, der über das Industriegebiet „Zu den Heuwiesen“ die neue südliche Hauptzufahrt bildet. Dadurch kann der Durchgangsverkehr flüssig abfließen, ohne durch Neunkirchen fahren zu müssen.
Die heute stark befahrene Erlanger Straße wird im Zuge dessen zurückgebaut. Das bedeutet eine spürbare Entlastung für die Anwohnerinnen und Anwohner im südwestlichen Teil von Neunkirchen – weniger Verkehr, weniger Lärm und mehr Lebensqualität.
Verkehrszahlen zeigen nachhaltige Wirkung
Das vorgestellte umfassende Verkehrsgutachten belegt: Neunkirchen weist ein überdurchschnittliches Verkehrsaufkommen im Staatsstraßenvergleich auf. Eine Umgehungstraße würde zu einer deutlichen Entlastung im gesamten Ortsgebiet führen. Die heutige Staatsstraße im Ort würde zu einer einfachen Ortsstraße.
Beispiel der Verkehrszahlen an der Grundschule:
🔹 Derzeit rollen täglich 230 Schwerlastfahrzeuge an der Schule vorbei
🔹 Mit Umgehung: 67% weniger PKW, 74 % weniger LKW
Auch der Schwerlastverkehr von Hetzles kann direkt an die Umgehung angebunden werden und fährt nicht mehr direkt an der neuen Grundschule vorbei.
Das bedeutet: ein riesen Sicherheitsgewinn für unsere Kinder, Senioren und alle anderen.
Auch viele weitere Straßen im gesamten Ort werden ähnlich stark entlastet

Eine reale Lösung für Neunkirchen
Beim Variantenvergleich (Innenort vs. Ortsnahe vs. Ortsferne Trasse) ist die Entscheidung unter Abwägung vieler Punkte auf die ortsnahe Trasse als beste Lösung für Neunkirchen gefallen – fachlich, planerisch, umwelttechnisch, naturschutzrechtlich usw.
➡️ Dies zeigt einen nachvollziehbaren und transparenten Prozess: Die Zeit der Zwischenlösungen ist vorbei. Es braucht eine verlässliche Entlastung – für unsere Kinder und die Lebensqualität in Neunkirchen. Die Vorzugstrasse ist im Bild eingezeichnet und wird das Verkehrschaos in Neunkirchen lösen.
Verständnis für Anwohner im Randbereichen
Wir begrüßen diese Entscheidung ausdrücklich. Gleichzeitig haben wir Verständnis für die Bedenken der Anwohner in den betroffenen westlichen und nördlichen Randbereichen. Für diese Anwohner setzen wir uns als Verein ein, dass neben der Ortsnahen Trasse ein Erdwall als Sicht- und Lärmschutz, ähnlich der Südumgehung, entsteht und der Zugang zum Naherholungsgebiet erhalten bleibt.
Lasst uns gemeinsam an der Weiterentwicklung Neunkirchens arbeiten:
Für Kinder. Für Senioren. Für alle.
Wir wollen Neunkirchen gemeinsam weiterentwickeln. Begleite uns und bring dich ein:
Quellen:
Pressemitteilung staatl. Bauamt zum Variantenvergleich, Juli 2025
Verschiebung des geplanten Kreisverkehrsplatzes am nördlichen Ortseingang, September 2025
Quelle der Entwurfesskizzen: Staatliches Bauamt Bamberg









